Hotelmarkt Portugal 2026: Entwicklung seit 2024, Preise und Investitionsmoeglichkeiten

Das Hotelgewerbe in Portugal erlebt eine bemerkenswerte Dynamik. Ein deutlicher Anstieg der Zahl der zum Verkauf und zur Pacht angebotenen Hotels spiegelt wichtige Trends für den Tourismus und die lokale Wirtschaft wider.

Artikel aktualisiert im März 2026 – die Daten von 2024 dienen als Referenzgrundlage; dieser Artikel zeigt die Entwicklung bis 2026 auf.

Starkes Wachstum bei den Hotelverkäufen

Zunahme der Verkaufsangebote

Im ersten Quartal 2024 standen über 1.000 Hotels zum Verkauf — ein Anstieg von 31 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dies deutet auf eine tiefgreifende Transformation des Hotelimmobiliensektors hin.

Geografische Verteilung

Faro führt mit 289 zum Verkauf stehenden Hotels, gefolgt von Porto (120) und Lissabon (96). In Trofa, Penafiel und Paredes steht jeweils nur ein einziges Hotel zum Verkauf.

Preisentwicklung 2024

Der durchschnittliche Quadratmeterpreis stieg auf 3.319 €/m² in 2024 (+18 % gegenüber Vorjahr). Spitzenwerte verzeichneten:

  • Cascais: 7.213 €/m²
  • Sintra: 6.995 €/m²
  • Lissabon: 6.175 €/m²

Hotels zum Verkauf Portugal 2024: Preise und geografische Verteilung

Hotels zur Miete: Steigende Nachfrage

Wachstum der Mietangebote

Im ersten Quartal 2024 standen 62 Hotels zur Miete zur Verfügung (+48 % gegenüber den 42 des Vorjahres).

Regionale Verteilung

Lissabon (18), Faro (12) und Porto (11) dominieren den Mietmarkt. In Aveiro, Santarém, Viseu, Viana do Castelo und Beja steht jeweils nur ein Hotel zur Miete.

Mietpreistrends 2024

Trotz steigendem Angebot sanken die Mietpreise pro m² um 43 % — von 41 € auf 24 € im ersten Quartal 2024. Ausnahmen:

  • Cascais: 425 €/m²
  • Leiria: 196 €/m²
  • Oeiras: 26 €/m²

Regionen mit starkem Wachstum

In Sintra, Lourinhã und Matosinhos hat sich die Zahl verfügbarer Hotels versiebenfacht. Odivelas, Baião und Coimbra verzeichneten hingegen negative Entwicklungen.

Preisschwankungen

Lourinhã, Madeira und Guarda verzeichneten die größten Preissteigerungen, Marco de Canaveses, Castelo Branco und Beja die stärksten Rückgänge.

Hotelmarkt Portugal 2024: Wachstum, Preise und Investitionsmöglichkeiten

Wie hat sich der Markt von 2024 bis 2026 entwickelt?

Seit den Referenzdaten aus dem ersten Quartal 2024 hat sich der portugiesische Hotelmarkt weiter dynamisch entwickelt. Das Volumen der zum Verkauf stehenden Hotels wächst kontinuierlich, getragen von einem boomenden Tourismus — Portugal steuert auf über 31 Millionen Besucher in 2025 zu — und anhaltendem Interesse ausländischer Investoren an Hotelimmobilien in Küstenregionen und Großstädten.

Die Verkaufspreise pro Quadratmeter sind insbesondere in Premiumlagen wie Cascais, Sintra und Lissabon weiter gestiegen, wo die Knappheit an verfügbarem Bauland den Aufwärtsdruck aufrechterhält. Der Hotelmietmarkt hingegen durchlief eine Rebalancing-Phase: Der starke Angebotsanstieg von 2024 drückte die Preise nach unten, eine Entwicklung, die sich schrittweise stabilisieren dürfte, sobald die operative Nachfrage das Überangebot absorbiert.

Regional bleiben Nordportugal und die Algarve die beiden stärksten Anziehungspunkte, bestätigt durch das OnStrategy RepScore-Ranking 2025–2026 (Norden: 74,5/100, Lissabon: 74,2/100). Der Alentejo, noch vergleichsweise wenig gesättigt, entwickelt sich zu einem vielversprechenden Investitionsziel für nachhaltige Hotel- und Ländertourismusprojekte.

Auswirkungen auf Tourismus und Wirtschaft

Der Anstieg der Verkaufs- und Mietangebote könnte den Wunsch der Investoren widerspiegeln, aus der Erholung des Tourismus nach der Pandemie Kapital zu schlagen. Er kann auch interne Umstrukturierungen im Sektor anzeigen. Für Touristen bedeutet das größere Angebot mehr Auswahl und potenziell günstigere Preise. Regionen wie Sintra und Cascais könnten dadurch mehr Besucher anziehen.

Ausblick

Die portugiesische Hotelbranche befindet sich im Wandel. Preisschwankungen und wachsendes Angebot ziehen verschiedene Investorenprofile an. Der Sektor muss sich an neue Markterwartungen anpassen. Portugal wird nicht nur wegen seiner Strände und seines kulturellen Erbes besucht, sondern zunehmend auch wegen seiner Investitionsmöglichkeiten im Hotelsektor.

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